
Ernst Wolf
„Unmittelbarkeit und Ambivalenz“, Malerei Einladungskarte
20. April bis 20. Mai 2012
Vernissage: Freitag 20. April 2012, 19 Uhr
Einführung: Dr. Günter Baumann, Kunstkritiker und Verlagsredakteur, Stuttgart
Realität erscheint als Totalität aller Widersprüche, anders gesagt, im Widerspruch liegt die Wahrheit. Aus dieser seiner Lebensbetrachtung schöpft Wolf das Motivrepertoire für seine Malerei.
Während die gegenwärtigen Künstler für gewöhnlich ihr Profil im Grenzbereich zwischen figurativ-gegenständlichen und abstrakten Positionen schärfen, sucht Ernst Wolf die innermenschlich-abstrakte Linie zwischen rationalen und irrationalen Prämissen zu ziehen.
Er malt nicht einmal so und einmal anders, er spielt nicht mit der Wahrnehmung des Betrachters, indem er bravourös bei diesem Bildeindrücke einpflanzt, die zugleich rational und irrational sind.
Ernst Wolf legt beides in gleichmütigem Mit- und Nebeneinander innerhalb eines Bildes an, variiert in den Farben und Formen, rhythmisiert zuweilen in mehrteiligen Serien, oft in Diptychen. Mit einem spektakulären Farbempfinden vermag Wolf verhaltene Sfumati neben harten Buntfarben zu setzen. Er scheut sich nicht, Grauflächen gegen Rosa und lichtes Orange zu platzieren und in einem minimalistischen Schema zu ordnen, das mit einem freien Farbenspiel konfrontiert wird. (Dr. Günter Baumann)
Datei Abbildung:
Ernst Wolf, Bildpaar, 2011, Öl auf Leinwand, à 35 x 35 cm
1948 in Heidenheim/Brenz geboren
1971-77 Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
bei Prof. Günther Voglsamer
seit 1974 Ausstellungsbeteiligungen
1976 Sonderförderung im Sinne eines Meisterschülers bei Prof. Günther Voglsamer
seit 1977 Einzelausstellungen
seit 1978 ansässig in Stuttgart
1984 Preisträger der Kieler Kunstwochen
1991-2005 Atelier und Wohnung in Stuttgart und Lodève/Frankreich
1992-98 Vorsitzender des Verbandes bildender Künstler und Künstlerinnen Württemberg e.V.
Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg lebt und arbeitet in Stuttgart

Axel Bleyer
„Himmelwärts…!“, Fotografie/Objekt
22. Juni bis 22. Juli 2012
Vernissage: Freitag 22. Juni 2012, 19 Uhr
„Himmelwärts…!“, Schweben – Traum vom Fliegen, sich erheben um sich vom Irdischen zu lösen,Engeln gleich, Mittler zwischen den Welten, zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, Seelengeleiter, Gedankenflieger...! Seit der antiken Mythologie waren und sind diese Themen in der Kunst bis heute aktuell.
Axel Bleyer verfolgt in seinen fotografischen Werkreihen über viele Jahre hinweg Themen wie Mensch, Landschaft und Industrie und bedient sich hierbei freien und klassischen Themen der Kunstgesichte, oft mit sozialkritischem Hintergrund.
So greift er in seiner künstlerischen Arbeit auch die Sehnsucht des Menschen zum Fliegen auf und verbindet in seinen Werken Himmel und Erde, indem sich die Kunst des Fliegens und die Kunst des Fotografierens berühren.Dabei schafft er neue Sichtweisen und Perspektiven, eine Verbindung von Realem und Irrealem und somit neue Symbiosen, die beim Betrachter Faszination und Fragen auslösen.
Abbildung oben:
Axel Bleyer, Seelengeleiter, Objekt-Engelsflügel
AXEL BLEYER
geboren 1946 in Freiburg im Breisgau
1963-1965 Ausbildung Fotografie und Film als Brotberuf Fotograf und Filmer bei Werbe-Ateliers,
Foto- und Filmstudios und Rundfunkanstalten,
Beginn des künstlerischen Schaffens, fotografische Werkreihen,
parallel Studien der Fotografie, Architektur und der Malerei
Studienaufenthalte in Italien, Frankreich, Schweiz und USA
ab 1986 freischaffender Künstler, Film- und Foto-Designer
lebt und arbeitet in Ohlsbach

Uwe Schäfer
„Parasiten (sieni)“, Malerei/Zeichnung/Objekt
16. September bis 16. Oktober 2011
Vernissage: Freitag 16. September 2011,19 Uhr
Der Künstler kocht Pilzsuppe (sienikeitto).
Einführung: Bernd Behrends
Parasiten: Sitos, altgriechisch, heißt: Getreide, heiliges Getreide, Brot, Speise.Para, altgriechisch: an (der Seite einer Person)
Wörtlich ist also Parasitos ein neben, mit oder bei einem anderen Essender.
(Ulrich Enzensberger, Parasiten, Eichborn Verlag 2001, S. 13)
Uwe Schäfer (geboren 1965, lebt in Stuttgart) ist ein Künstler, der ausgehend von eigener Naturbeobachtung und -empfindung im Atelier Landschaftsanalogien malt.„Während in der wissenschaftlichen Grabung Schicht für Schicht abgetragen wird,um Schritt für Schritt zu Erkenntnissen über den Ort und seine Bewohner zu gelangen,legt der Maler Uwe Schäfer im Malprozess.
Abbildung oben:
Uwe Schäfer, Großer St. Bernhard (Ausschnitt), 2008,
Öl/Acryl auf Leinwand auf Holz, 120 x 170 x 8 cm

Manfred Schlindwein
HOLZSCHNITTE
21. Oktober bis 20. November 2011
Vernissage: Freitag 21. Oktober 2011, 19 Uhr
Einführung: Clemens Ottnad M.A., Kunstverein Reutlingen
„... meine Holzschnitte versprechen dann ein gelungenes Ergebnis, wenn von Anfang an die Eigenart und Mitwirkung des Holzes ins Gleichgewicht kommen – mit einem Gedanken und Gestaltungswillen.“ (Manfred Schlindwein)
„… Manfred Schlindwein begreift das Drucken als offenen Prozess, als Gestaltungsprozess voller Spannung und Unwägbarkeiten im Hinblick auf die verzweigten Pfade zur Bildaussage. Er arbeitet intuitiv, zuweilen spontan, er fügt hinzu, revidiert, überdruckt, schichtet, so dass im eigentlichen Sinne von jedem seiner Drucke als einem Unikat zu sprechen ist.
Jeder Abzug ist eben kein vervielfältigtes Ergebnis einer Bildidee, sondern ein autonomes Werk. So wenig der Künstler die „reine Form“ als Gestaltungsprinzip interessiert, so sehr empfindet und reflektiert er den Vorgang der schöpferischen Arbeit als eigentlich nie abgeschlossenen Prozess bei der Suche und Findung der jeweils endgültigen Form im Spannungsverhältnis von tektonischer Ordnung und gestischen Ausdruck …“ (Dr. Andrea Brockmann, Galerie Münsterland)
Abbildung oben:
Manfred Schlindwein, o.T. (Ausschnitt), 2011, Holzschnitt, 78 x 65 cm
Vita Manfred Schlindwein

Marinus van Aalst
Arbeiten aus Werkzyklen
House Dust – Rauminstallation 2009.....
WIR KÖNNEN NICHT MEHR FLIEHEN – OBJEKTE 1998-2011
25.November - 18.Dezember 2011
Vernissage: Freitag 25. November 2011, 19 Uhr
Einführung: Bernd Behrends im Gespräch mit dem Künstler
Geschichte und Geschichten sind bei Marinus van Aalst immer eng verknüpft. Die Exponate changieren zwischen wissenschaftlicher Dokumentation und individueller Mythologie. Egal obsich Marinus van Aalst mit denLuftschutzstollen im Böblinger Schlossberg, der Vergangenheit des Böblinger Flughafens, den Folgen derKlimazerstörung und des Bosnienkrieges, dem entfremdetenVerhältnis zur Honigbiene oder dem globalen Phänomendes Hausstaubs beschäftigt: Die sich zur Rauminstallationerweiterten Ausstellungsstücke entfalten stets eine eigentümliche,stille Poesie. Das Ergebnis sind Erlebnisräume mit Tiefe und Kontemplation, kreativierende Appelle ans kollektiveGedächtnis, keine Anklagen, sondern vielschichtige Anregungen zum Denken und Diskutieren. Die Offenheit derArbeiten lässt bei den Besuchern eine Vielzahl an Gefühlen und Assoziationen zu – abhängig von deren Erfahrungen
Abbildung:oben Marinus van Aalst, House Dust,Installation 2009....
www.art-van-aalst.com

Einladungskarte
Mitgliederausstellung
13. Januar bis 12. Februar 2012
Vernissage: Freitag 13. Januar 2012, 19 Uhr
Neujahrsempfang des Künstlerkreis Ortenau
Freitag 13. Januar 2012, 19 Uhr
Zur Vernissage und zu unserem traditionellen Neujahrsempfang am Freitag,
dem 13. Januar 2012, um 19 Uhr sind Sie mit Ihrer Familie und Ihren Freunden herzlich eingeladen.
Der Künstlerkreis Ortenau vertritt seit 32 Jahren eine wichtige Position bei der Präsentation und Förderung Zeitgenössischer Kunst. Alle zwei Jahre haben Sie die Möglichkeit, die ansonsten hinter der Bühne agierenden Organisatoren über ihre Werke kennenzulernen. Der Charme dieser unjurierten Ausstellung besteht in der Vielfalt der unterschiedlichen künstlerischen Genres und Handschriften von professionell arbeitenden Künstlern aus unserer Region. Wer sich aktiv und passiv mit Kunst beschäftigt, bringt Kreativität ins Spiel und damit einen Wert, der sich nicht in Blue Chips umrechnen lässt.
Prosit Neujahr! Feiern Sie mit uns die vergangenen Aktionen und Ausstellungen des Künstlerkreis Ortenau und stoßen Sie mit uns auf das vielversprechende, spannende neue Kunstjahr 2012 an. Unser üppiges Buffet und eine kreative Atmosphäre sind Ihnen wieder garantiert.In einer Sonder-Ausstellungs-Aktion präsentieren die Mitglieder kleinformatige Werke. Sie haben die Möglichkeit diese auch zu einem »kleinformatigen« Preis zu erwerben, damit Ihre Sammlung zu bereichern oder sich und Andere zu beschenken. Verpassen Sie nicht diese einmalige Gelegenheit!
Sie unterstützen uns damit!

Susanne Wadle Einladungskarte
Objekte und Installationen
2. März bis 31. März 2012
Vernissage: Freitag 2. März 2012, 19 Uhr
Susanne Wadles Objekte treten auf wie Alltagsobjekte – scheinbar vertraut – nicht zufällig benutzt sie als Ausgangsmaterial häufig Fundstücke: Alte Möbel, deren Gebrauchsspuren als Spuren des gelebten Lebens in die Bildsprache der Künstlerin einfließen.Doch durch gezielte Veränderungen entrückt sie die Dinge dem Kontext unserer Welt. Sie verfremdet sie. Vertrautes wirkt rätselhaft heiter-amüsant oder bedrohlich. Puppenbeine etwa sind wie Tentakel in Blütenblättern überdimensionaler Blumen. Susanne Wadles Objekte sind Synthesen des scheinbar Unvereinbaren,Werke die den Blick des Betrachters irritieren und intensivieren. (Aus Katalog „bodycheck“ 2010)
Abbildung oben:
Susanne Wadle, Blüten, 2003-2008, Objekte (Plastikpuppen, Stoff, Knetmasse, Gips), Höhe 70-120 cm
www.susannewadle.de