Programm 2018/2019

 

           
 Rainer Braxmeier  Förderpreiträger  Mitgliederausstellung  Hasslinger & Sommer  Christian Kromath  Thomas Woodtli

 

 

Rainer Braxmaier
Früher – Heute – Später
Zeichnung und Malerei
23. September bis 21. Oktober 2018
Vernissage: Sonntag, 23. September 2018, 11 Uhr
Einführung: Pit Klein, Rundfunkjournalist i.R.

Sonderveranstaltung:
Sonntag, 7. Oktober 2018, 15.30 Uhr
Rainer Braxmaier: »Ein Wort zum Sonntag – Gedanken zur Kunstausübung«


Der Maler, Kunsterzieher und Autor Rainer Braxmaier, geboren 1949 in Baden-Baden, kam nach seinem Studium an der Staatlichen Kunstakademie in Karlsruhe 1978 nach Oberkirch und wirkt seither in der Ortenauer Kunstszene mit. Seit 1982 ist er Mitglied im Künstlerkreis Ortenau.
Er steht für eine aus der freien Aktion entwickelten Kunst »mit fließenden Übergängen aus Schrift, Zeichnung und Malerei« (Hartmuth Baecker).

www.braxmaier.de

Abbildung oben:
Rainer Braxmaier, »Unruhige See«, 2018, Mischtechnik auf Malkarton, 10 x 15 cm


 


 

 

Ausstellung der Förderkreis-Preisträger 2017
Maximilian Martinez/Betty Rieckmann/Anas
STAUB
Malerei/Lichtinstallation/Video
18. November bis 16. Dezember 2018
Vernissage: Sonntag, 18. November 2018, 11 Uhr
Begrüßung: Hanspeter Söllner-Tripp (Stellvertretender Vorsitzender des Förderkreis Kunst und Kultur e.V. Offenburg) und Manfred Schlindwein (1. Vorsitzender des Künstlerkreis Ortenau e.V.)
Einführung: Dr. phil. Maria Lucia Weigel, Kunsthistorikerin, Heidelberg (Kuratorin)
Live-Musik: »Hairball Remedey« (wildbunte Mischung aus Folk, Blues und Jazz), mit Laura Schmid (Violine/Gesang) und Johannes Lackner (Gitarre/Gesang)

Veranstaltungen zur Ausstellung:
Freitag, 23. November 2018, 20 Uhr
Lesung mit Boris Ferreira (Philosoph/Künstler) aus seinem neu erschienenen Essay »Gischt. Metaaesthetica in nuce«, in dem er über seine Zeichnungen und deren ontologischen Hintergrund reflektiert
Dienstag, 27. November 2018, 15 Uhr
»Ein Nachmittag mit Frau von H.«, Begegnungen mit Kunst in Offenburg – ein angeregtes Bildergespräch vor Kunstwerken mit Renate von Heimburg
Samstag, 1. Dezember 2018, 15 Uhr
Midi – freies Künstlergespräch mit den ausstellenden Preisträgern


Der Förderkreis Kunst und Kultur e.V. Offenburg hat im Jahr 2017 zum sechsten Mal den Förderkreis-Preis an Absolventen der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe verliehen. Für den ersten Preis wurde Maximilian Martinez von den Mitgliedern des Förderkreises ausgewählt. Der zweite Preis ging an Betty Rieckmann, der dritte Preis wurde Anas Kahal verliehen, der unter seinem Künstlernamen Anas arbeitet. Mit der Preisverleihung ist neben einem Preisgeld eine Ausstellung in den Räumen der Galerie im Artforum Offenburg vom 18.11.2018 bis 16.12.2018 verbunden. Sie erfolgt in Kooperation mit dem Künstlerkreis Ortenau e.V.

Im Rahmen der Ausstellung zeigen die drei Kunstschaffenden Ausschnitte aus ihrem Werk. Der Ausstellungsraum wird dabei als Akteur in die installativen Arbeiten einbezogen. Der Titel der Ausstellung –
»Staub« verweist auf die Uneindeutigkeit des Gezeigten, die als Strategie der Verunsicherung feste Deutungsmuster aufbricht.

Maximilian Martinez knüpft in seiner Malerei an figurative und gegenständliche Formulierungen an, doch dienen sie lediglich als Ausgangspunkte weiterer Überlegungen. Diese führen in die Abstraktion, indem sie den Gegenstandsbezug durch malerische Interventionen aufbrechen. Die farbigen Setzungen erweitern dabei das Bildgeschehen auf einer zusätzlichen Ebene der Wahrnehmung, zugleich verhindern sie eine interpretative Festlegung der Bildaussage. An den gegenständlich lesbaren Ankerpunkten entzündet sich die Diskussion nach der Autonomie des Bildes, das in seiner Materialität sowohl als bemalte Fläche als auch als Körper in Erscheinung tritt. In der Inszenierung der Exponate, zum Beispiel durch Verpackung mit halbtransparenten Folien, wird die bildliche Darstellung zusätzlich verunklärt.

Betty Rieckmann zeigt Installationen aus Leuchtkörpern. In einigen Arbeiten stellt sie Objekte bekannter Künstler nach, indem die Anordnung der Farbbahnen im Vorbild mit Lichtmodulen nachvollzogen wird. Resultat ist eine Steigerung der auf die optische Expansion der Farben im Seheindruck angelegten Kompositionen. Gelegentlich werden die Leuchtkörper in Kästen versenkt, die mit Papier abgedeckt sind. Durch die Überlagerung der Farbwerte in dem auf die Oberfläche projizierten Licht entstehen dabei diffuse Farbräume. Optische Analogien zum Malen mit Aquarellfarben stellen sich ein, doch zugleich wird die Körperhaftigkeit des Objektes thematisiert und die virtuelle Raumhaltigkeit der Malerei in tatsächlichen Raum übersetzt.

Anas zeigt Videoarbeiten, die auf komplexe soziale Beziehungsgeflechte abheben. Dabei zitiert er unter anderem Klassiker der Filmgeschichte, indem er die Begegnung von Buster Keaton als Cowboy mit einer Kuh in den Fokus rückt. Aus Ausschnitten des Originals zusammenmontiert und in Endlosschleife angelegt, deckt sich der Film für wenige Sekunden mit einer aus dem Schwarz der Projektionsfläche ausgesparten Silhouette.  Diese stellt eine Verschmelzung von Mensch und Tier dar und bringt damit die erzählerisch in Szene gesetzte intensive Nähe der beiden filmischen Protagonisten pointiert zur Geltung.
Dr. des. Maria Lucia Weigel, Kunsthistorikerin, Heidelberg (Kuratorin)

www.foerderkreis-kunst-und-kultur.de
www.maxmartinez.de
www.bettyrieckmann.com
www.anaskahal.com

Abbildung oben:
Betty Rieckmann, Maximilian Martinez, Anas | Foto und Idee: Maximilian Martinez, Betty Rieckmann, Anas


Download: Einladungskarte

 

 

 

Natur
Mitgliederausstellung (juriert)
27. Januar 2018 bis 24. Februar 2019
Vernissage: Sonntag 27. Januar 2019, 11 Uhr

Traditioneller Neujahrsempfang
Sonntag, 27. Januar 2019, 11 Uhr

Veranstaltung zur Ausstellung:
Dienstag, 29. Januar 2019, 15 Uhr
»Ein Nachmittag mit Frau von H.«, Begegnungen mit Kunst in Offenburg – ein angeregtes Bildergespräch vor Kunstwerken mit Renate von Heimburg


Mitgliederausstellung
Der Künstlerkreis Ortenau vertritt seit 39 Jahren eine wichtige Position bei der Präsentation und Förderung zeitgenössischer Kunst.
In der jurierten Mitgliederausstellung »Strömungen« haben Sie die Möglichkeit, die Organisatoren über ihre Werke kennenzulernen. Der Charme dieser Ausstellung besteht in der Vielfalt der unterschiedlichen künstlerischen Handschriften von professionell arbeitenden Künstlern aus unserer Region.

Prosit Neujahr!
Feiern Sie mit uns das 39-jährige Bestehen des Künstlerkreis Ortenau und stoßen Sie mit uns auf das neue Kunstjahr 2019 an.
Der besondere Höhepunkt unseres Neujahrsempfangs ist wieder die Kunst-Verlosung.
Jedes Los kostet 10 Euro! Mit etwas Glück erhalten Sie dafür ein Original-Kunstwerk. Verpassen Sie nicht diese einmalige Gelegenheit! Die Mitglieder des Künstlerkreises Ortenau stellen die Kunstwerke zur Verfügung.
Freuen Sie sich auf unser Buffet, feiern Sie mit uns und seien Sie schon jetzt gespannt auf die zahlreichen Kunstgewinne. Sie unterstützen uns damit!


 

 

Stephan Hasslinger + Dirk Sommer
Mittelmeerinsel und Rheingrabenbruch – ein Landschaftsbild
Skulptur + Malerei/Zeichnung
31. März bis 5. Mai 2019
Vernissage: Sonntag, 31. März 2019, 11 Uhr


Die Skulpturen, Malereien und Zeichnungen von Stephan Hasslinger und Dirk Sommer eröffnen einen vielfältigen Landschaftsraum:
Die Arbeiten von Dirk Sommer sind in Celia (Kreta) entstanden und nehmen Bezug zu Sommers aktuellem Lebensort in Griechenland.
Stephan Hasslingers Skulpturen, die in den letzten 15 Jahren entstanden sind, schaffen in ihrer Mehrdeutigkeit verschiedene Assoziationsmöglichkeiten, die mit den Arbeiten von Dirk Sommer ein Landschaftsbild herstellen.

www.stephan-hasslinger.de
www.dirksommer-tigermann.de

Abbildungen oben:
Stephan Hasslinger: »Helmet«, 2015, Keramik/Glasuren, 70 x 36 x 14 cm
Dirk Sommer: »Kreta« (Ausschnitt), 2017, Mischtechnik auf Papier, 42 x 59,5 cm


 

Christian Kromath
Tinktur
Malerei/Zeichnung
12. Mai bis 9. Juni 2019
Vernissage: Sonntag, 12. Mai 2019, 11 Uhr
Einführung: Dr. Susanne Ramm-Weber, Kunstwissenschaftlerin


»Es ist eine sinnliche, aber subtil bewusste,
deshalb vielfach gebrochene Kunst, deren
vehemente Geste in der Fläche zu verblüffender
Durchsichtigkeit führt. Fragile Momente, wie ins
Grenzenlose collagiert.
«
»Als stünde eine nicht abzubildende Erscheinung
den Reflexionen dieser Bilder gegenüber. Wo
ausweglos Ernstes ins Lockere umschlägt,
Erfahrung in Intelligenz.
«
Joachim Aljoschka Krebs

www.kromath.de

Abbildung oben:
Christian Kromath, »Tinktur« (Ausschnitt), 2018, Mischtechnik auf Karton, 90 x 65 cm


 

Thomas Woodtli
Wie kann man in Bildern denken
Digitaldruck auf Glas
23. Juni bis 21. Juli 2019
Vernissage: Sonntag, 23. Juni 2019, 11 Uhr


Thomas Woodtli zeigt in seinen ausgestellten Werken Glas auf Glas. Glas als Motiv, Glas als Bildträger. Es ist die Materialisierung des Dargestellten, die Verbindung des visuellen und taktilen Wahrnehmens. Man sieht, was man fühlen kann.
Würde Thomas Woodtli das Motiv weglassen und ein rechteckiges Stück Fensterglas an die Wand hängen, auch dann entspräche das Dargestellte dem Material: Glas.
Glas im Sinne eines Readymades, das die Formschönheit eines Alltagsgegenstandes aufzeigt und auf das verweist, was man mit dem Material assoziieren kann: Durchsicht, Durchblick, Klarheit.
Man findet diese Assoziationen auch in Thomas Woodtlis Werken. Doch er ergänzt, erweitert oder widerlegt diese noch, indem er Fotografien auf die Rückseite des Glases druckt. Mit Vorliebe in Stadtarchitekturen sucht er sich Glas als Motiv: Schaufensterscheiben, Scheiben auf Baustellen oder abbruchreifen Industriegeländen, Zerborstenes und Verschmiertes, Bemaltes und Beklebtes. Er sucht das Unauffällige, das in seiner Zufälligkeit eine Vielzahl an Kompositionen hervorzubringen vermag, auf deren Ausschnitten sich Malerei, Zeichnung und Objekt zu vielschichtigen Gebilden verdichten.
Dabei ist es nicht nur die Faszination am Motiv alleine, die eine Bildwerdung und Nobilitierung zur Kunst rechtfertigen könnte. Zweifelsohne würde diese ausreichen. Der Vorgang des Zusammenfügen ist es, wenn er das Verweisende auf das leblos Physische setzt, das den Werken ihre Tiefe verleiht. Es entsteht ein Übereinander und eine Schichtung, und wenn man sich als Betrachter auf der glatten Oberfläche spiegelt, dann im Bildträger ebenso wie in der Fotografie. Thomas Woodtli verschmutzt den Urzustand des Glases durch den Akt der Bearbeitung: Statt den Durchblick zu wahren, verdeckt er ihn um unseren Blick auf etwas zu lenken, das wir sonst wahrscheinlich gar nicht gesehen hätten.
Maria Brehmer, Kunsthistorikerin, Solothurn

www.thomaswoodtli.ch

Abbildung oben:
Thomas Woodtli, o.T. (Ausschnitt), 2018, Unikat, Digitaldruck mit UV-aushärtender Tinte auf Glas, Rückseite mit PU-Lack versiegelt, 60 x 90 cm

 

 

 

 

 

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