Programm 2017/2018

 

 Beate Bitterwolf

 Bernd Henning

 Mitgliederausstellung

 Brendan Kelly

 Petra Göhringer  Machleid

 


 

 

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Beate Bitterwolf

Nah und Fern
Malerei
24. September bis 22. Oktober 2017
Vernissage: Sonntag, 24. September 2017, 11 Uhr
Einführung: Dr. Susanne Ramm-Weber im Gespräch mit der Künstlerin
Veranstaltungen zur Ausstellung:
Sonntag, 15.10.2017, ab 14 Uhr: Kunstgespräch mit Beate Bitterwolf
Sonntag, 22.10.2017, ab 14 Uhr: Finissage mit der Künstlerin

Die Nahsicht auf die organische Welt der Pflanzen und Blüten einerseits, der weite Blick in die Tiefen der Landschaft andererseits – die Malerei von Beate Bitterwolf bewegt sich zwischen großflächiger Weite und kleinteiligen malerischen Strukturen. Immer aber hat die Farbe ein Eigenleben, das der Formerwartung der Realität zuwiderläuft und einen eigenen dynamische Farbrhythmus bildet.
In den Bildserien »Plantares« und »Floridez« schweift der Blick über Farbformen, die an Blätter und Blüten erinnern – entstanden aus dem Bildgrund und wieder mit ihm verwoben. Die »Horizonte«-Arbeiten zeichnet Tiefenkraft aus, die in ihren vielen Schichtungen der Horizontalen, die Frage nach dem Woher und Wohin evoziert.

www.b-bitterwolf.de

Abbildung oben:
Beate Bitterwolf, Horizonte 17-7-2 (Ausschnitt) 2017, Pigmente, Acryl,

 


  

Bernd Hennig
Der König der Welt betrachtet ein schwarzes Loch
Skulptur/Zeichnung
19. November bis 17. Dezember 2017
Vernissage: Sonntag, 19. November 2017, 11 Uhr
Einführung: Dr. Susanne Ramm-Weber, Kunstwissenschaftlerin

Veranstaltung zur Ausstellung:
Dienstag, 12. Dezember 2017, 15 Uhr: Ein Nachmittag mit Frau von H.
B
egegnungen mit Kunst in Offenburg – ein angeregtes Bildergespräch vor den Kunstwerken mit Renate von Heimburg

... Was wir sehen, blickt uns an. Es stiftet eine taktile Beziehung. Distanz und Nähe, der vorübereilende Moment und das Ergreifende sind im Blick, im Bild untrennbar miteinander verwoben. In den skulpturalen Anordnungen Bernd Hennigs blicken auf schimmernden, spiegelnden Tischflächen Königsbüsten verwundert auf merkwürdige Akteure: Zitronen, Löcher, Eier ...  Wie auf einer Bühne spielen sich in solchen enigmatischen Konfigurationen seltsame Beziehungen ab. In der Verschiebung der Größenverhältnisse, in der Begegnung von Natur- und Kulturprodukten werden heiter und befremdlich, selbstverständliche Gegensätze, Hierarchien oder Ordnungssysteme unterminiert ...
(Dr. Dorothée Bauerle-Willert)

Bernd Hennig, 1952 in Heilbronn geboren | 1974-1978 Grafik-Design Studium Fachhochschule für Gestaltung, Pforzheim | 1977 Kunstpreis ‚Forum junger Kunst‘ | 1978-1982 Bildhauerei-Studium Kunstakademie Karlsruhe bei Hiromi Akiyama und O.H.Hajek | 1980 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg | 1983-1990 Lehraufträge für das Fach Zeichnen an der Fachhochschule für Gestaltung, Pforzheim | 1986 Arbeitsstipendium Casa Baldi, Olevano Romano | 1990-1991 Villa Massimo Stipendium, Rom | 1994-2017 Professor an der Hochschule Anhalt, Dessau, Fachbereich Design | Mitglied im Deutschen Künstlerbund und im Baden-Württembergischen Künstlerbund

Abbildung oben:
Bernd Hennig, Der König der Welt betrachtet ein schwarzes Loch, 2015, Gipsguss/Farbe, 30 x 10 x 10 cm

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Mitgliederausstellung (unjuriert)

21. Januar bis 18. Februar 2018

Neujahrsempfang
Sonntag 21. Januar 2018, ab 11 Uhr

Mitgliederausstellung
Der Künstlerkreis Ortenau vertritt seit 38 Jahren eine wichtige Position bei der Präsentation und Förderung zeitgenössischer Kunst. In der Mitgliederausstellung haben Sie die Möglichkeit, die ansonsten hinter der Bühne agierenden Organisatoren über ihre Werke kennenzulernen. Der Charme dieser Ausstellung besteht in der Vielfalt der unterschiedlichen künstlerischen Handschriften von professionell arbeitenden Künstlern aus unserer Region.

Neujahrsempfang: Prosit Neujahr!
Feiern Sie mit uns das 38-jährige Bestehen des Künstlerkreis Ortenau und stoßen Sie mit uns auf das neue Kunstjahr 2018 an. Der besondere Höhepunkt unseres Neujahrsempfangs ist wieder die Kunst-Verlosung.
Jedes Los kostet 10 Euro! Mit etwas Glück erhalten Sie dafür ein Original-Kunstwerk. Verpassen Sie nicht diese einmalige Gelegenheit! Die Mitglieder des Künstlerkreises Ortenau stellen die Kunstwerke zur Verfügung.
Freuen Sie sich auf unser Buffet, feiern Sie mit uns und seien Sie schon jetzt gespannt auf die zahlreichen Kunstgewinne. Sie unterstützen uns damit!

Abbildung oben:
Ausstellungsansicht: Rüdiger Seidt (Stahlplastiken) und Ursula Reichart (Malerei), 01.03.–29.03.2015, Künstlerkreis Ortenau – Galerie im Art-forum, Offenburg Foto © Grafikdesign Andres

Download: Einladung


Brendan Kelly

Touch and let go
Malerei
25. 
Februar bis 25. März 2018
Vernissage: Sonntag, 25. Februar 2018, 11 Uhr
Einführung: Andreas Dorn, Kunstlehrer und Fotograf

Veranstaltung zur Ausstellung:
Sonntag, 25. März 2018: Finissage mit Künstlergespräch

www.btkelly.allyou.net

Berühren und loslassen –
Nichts ist wie es scheint; alltägliche Erlebnisse werden teilweise wahrgenommen, man erinnert sich nur kurz und schon bald ist alles vergessen. Ein Gemälde kann nur ein Bruchstück, den Teil eines größeren Ganzen zeigen. Menschen und Dinge werden wie durch einen Filter absorbiert anstatt sie in ihrer Vollständigkeit wahrzunehmen. In meinen Bildern versuche ich durch Farbe und reduzierte Linien ein Raumgefühl zu evozieren. Die Welt, die wir sehen wird zur Welt die wir betrachten (Brüssel, 2017)

Brendan Kelly, geb. 1960 in Nordirland | Studium der Malerei an der Hochschule der Bildenden Künste Belfast, Universität der Künste Berlin und an der Kunstakademie Düsseldorf (bei Prof. Konrad Klapheck) | lebt und arbeitet seit 1999 in Brüssel (Belgien)
1985 DAAD Stipendium | 1987 Stipendium des Art Council of Northern Ireland | zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen

Abbildung oben:
Brendan Kelly, Hayshed, 2016, Ölfarbe auf Leinwand, 20 x 20 cm

Petra Göhringer Machleid

15. April bis 13. Mai 2018
Vernissage: Sonntag, 15. April 2018, 11 Uhr

Organische Strenge
Neue Skulpturen von Petra Göhringer Machleid
Ein unverwechselbares, entschieden plastisches Werk in dem (ausgehend von der Malerei) das Material immer im Vordergrund steht. Unverwechselbar ihre Liebe zum Kontrast, etwa in der Kombination scheinbar unvereinbarer Werkstoffe: Beton und Paraffin. Das Feste und das Wachsweiche, das Opake und das Transparente. Inszenierte, behutsam austarierte Spannungen.
Licht bricht sich an Ecken und Enden, durchdringt  kristallin anmutende Quader, folgt der Wellenbewegung einer vermeintlich geologischen Struktur.
Tatsächlich betrachten wir viele dieser – fast immer wie ausschnitthaft wirkenden – Schöpfungen mit quasi geologischer Neugier, folgen Spannungen und Verwerfungen, materiellen wie geistigen. Farblich nuanciert im breiten Spektrum der Grauwerte, verzichtet die Künstlerin auf grelle Effekte. Was die Aufmerksamkeit des Betrachters fesselt, ist nie die erratische Wucht des Ganzen, vielmehr das luzide, beinahe fließende Zusammenspiel der Teile.
Bei allem möglichen Befremden, ist ihren stark rhythmisierten Strukturen doch unübersehbar ein Ordnungsprinzip 
»eingeschrieben«, das sie auch in den Schöpfungen der Natur am Werke sieht. Dem entspricht auch eine zunehmende Neigung zur Geometrie. Wenn sie in ihren jüngsten Werken quasi geologische Schichtungen von eisernen Quadraten und Ringen durchstoßen lässt, welche die Materialschichten sowohl durchbrechen, als auch zusammen halten. Auch in der neuen Strenge und optischen Zentrierung erstarrt nie das Raumbild zum formalen Zeichen. Stets bleiben ihre Arbeiten der Künstlerin organisch und spannungsreich, auch wenn ihnen offenbar ein anderes, quasi geologisches Zeitmaß zugrunde liegt – der Wunsch nach Entschleunigung.
Petra Göhringer Machleid arbeitet in einem der architektonisch schönsten Ateliers am Oberrhein. Licht und Schatten sind gleichmäßig verteilt, Außen- und Innenraum gehen auf drei Stockwerken organisch ineinander über. Draußen aber dominiert geometrische Strenge. Transparent und gefasst wirkt dieses ansprechend puristische Raumgefüge. 
Wie ihr Werk: Konzentration auf das Wesentliche – bei maximaler Lebendigkeit. (Stefan Tolksdorf)

www.petra-goehringer.com


Abbildung oben:
o.T., 2015, Wachs/Beton, 60 x 50 x 15 cm

 


 

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